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Dolmetschen

Beim Dolmetschen werden verschiedene Techniken unterschieden:

Verhandlungsdolmetschen bzw. Gesprächsdolmetschen
Der Dolmetscher befindet sich inmitten des Teilnehmerkreises. Die jeweiligen Redebeiträge werden nacheinander gedolmetscht. Dadurch verlängert sich die Verhandlung, planen Sie die doppelte Zeit ein.

Simultandolmetschen
wird bei Seminaren und Konferenzen eingesetzt. Dabei sitzt der Dolmetscher meist in einer schalldichten Kabine und spricht über spezielle Dolmetschtechnik zeitgleich mit dem Redner. Da der Dolmetscher praktisch ununterbrochen redet, sind 2 Kollegen pro Zielsprache erforderlich, die sich beim Dolmetschen abwechseln.

Flüsterdolmetschen
Es handelt sich hierbei um eine Sonderform des Simultandolmetschens, bei der der Dolmetscher dem Zuhörer ins Ohr flüstert. Das ist maximal für 2 Personen möglich. Diese Art des Dolmetschens ist sowohl für Dolmetscher als auch für Zuhörer äußerst anstrengend, da die sonstigen Geräusche nicht ausgeschaltet werden können und störend wirken. Deshalb ist diese Art des Dolmetschens nur über kurze Zeit möglich – wird oft bei Gerichtsverhandlungen eingesetzt.

Konsekutivdolmetschen
Der Dolmetscher überträgt nach dem Redner dessen Vortrag komplett oder in Abschnitten. Auch hier benötigen Sie die doppelte Zeit.

Auch beim Dolmetschen kann der Auftraggeber dazu beitragen, dem Dolmetscher die Arbeit zu erleichtern und dadurch eine bessere Qualität zu sichern.

  1. Informieren Sie den Dolmetscher möglichst rechtzeitig, damit er genug Zeit zur Vorbereitung hat.
  2. Liefern Sie ausreichend Material zur Vorbereitung - Thema, Informationstexte, vorbereitete Vorträge und Präsentationen. Niemand beherrscht aus dem Stand die Terminologie aller Fachgebiete.
  3. Sparen Sie nicht an der falschen Stelle. Für einen größeren Teilnehmerkreis (Seminare, Podiumsdiskussionen) empfiehlt es sich immer, Technik einzusetzen. Störende Nebengeräusche ermüden sowohl Dolmetscher als auch Zuhörer erheblich. Das mindert den Effekt auch beim Zuhörer und führt zu Unzufriedenheit.
  4. Sprechen Sie frei, deutlich und in normaler Geschwindigkeit. Werden Vorträge abgelesen, wird oft unabsichtlich das Tempo gesteigert. Das kann dazu führen, dass der Dolmetscher nicht mehr in der Lage ist, den kompletten Text zu übertragen.
  5. Unterschiedliche Sprachen haben unterschiedlichen Satzbau. Im Deutschen stehen Verben weit hinten im Satz, in anderen Sprachen oft nicht. Das kann bewirken, dass der Dolmetscher warten muss, bis das Verb genannt wird, um den Satz korrekt in die jeweilige Zielsprache übertragen zu können. Das führt zu Sprechpausen, der Zuhörer bekommt den Eindruck, der Dolmetscher „kommt nicht mit“. Kurze, prägnante Sätze sind daher besser als komplizierte Schachtelsätze.
  6. Sichern Sie, dass der Dolmetscher Blickkontakt zum Redner hat.
  7. Halten Sie die Pausen ein.

Weitere wichtige Hinweise gibt Ihnen der Dolmetscher in Vorbereitung auf den Einsatz.

Alles in allem: Je mehr Sie den Dolmetscher unterstützen, desto besser wird seine Leistung ausfallen.